Aktueller Bericht

Archiv

 

 

Hauptmenü
Aktuell
Termine
Personen
Therapiehund
Der Verein
Berichte
Kontakt
Fotoalbum
Links
 
 © VPHS, 2004-2010
                                                                                                                                         Bericht als PDF-File herunterladen

Nachbarschaftspflege durch Dasco

Hiru

Hiru – ein Therapiehund

Als die kleine Hiru etwa 6 Monate alt war, habe ich mich entschlossen, mit ihr eine Ausbildung als „Therapiehundeteam“ zu absolvieren, um mit ihr etwas Sinnvolles zu unternehmen. Der Informationsabend des Vereins Partner-Hunde Schweiz überzeugte mich, und so absolvierte ich im Januar 2008 den Eintritts-Test. Hiru erfüllte die dazu erforderlichen Bedingungen, sie war zweijährig, nicht aggressiv und sehr menschen-bezogen. Nachdem wir den Eintritts-Test und den Theorie-Test (Hundeführerin) mit Erfolg bestanden hatten, waren wir bereit für diese anspruchsvolle Ausbildung (April bis Oktober 2008.

Es war eine schöne, intensive und lehrreiche Zeit für die Hunde und ihre Führerinnen. Manchmal war es ganz schön anstrengend. Dank der Geduld und Unterstützung unserer Ausbilderinnen gaben wir jedoch nicht auf. Am 05. Oktober 2008 kam schliesslich der grosse Tag, und wir bestanden die Abschlussprüfung mit Erfolg! Hiru ist der dritte vom Verein PartnerHunde Schweiz ausgebildete Vizsla.

Hiru ist jetzt eine frisch gebackene Therapiehündin, sie bringt viel Freude in den Alltag der älteren Menschen und Behinderten, sie lenkt ab und schenkt glückliche Momente. Hiru hat gelernt, Menschen im Rollstuhl zu begleiten oder Menschen mit ungewöhnlichen Bewegungsmustern zu begegnen, sich von fremden Menschen berühren zu lassen und nicht zu kläffen oder hochzuspringen und noch vieles mehr. Sie kennt einige Kunststücke und apportiert fürs Leben gern verschiedene Gegenstände. Hiru liebt Kinder über alles und wir können uns auch sehr gut vorstellen, Einsätze bei Kindern zu leisten.

Im Moment besuchen wir zweimal pro Monat eine Patientengruppe in einer geschlossenen Abteilung eines Behindertenheims in der Region Bern. Hiru weiss ganz genau, wenn es zu einem Einsatz geht und verhält sich dementsprechend. Sie trägt dann immer dasselbe Halsband mit der Medaille und eine Schabracke.

Wir werden von den Patienten und dem Pflegepersonal immer sehr freundlich erwartet und begrüsst. Es ist ein gutes, positives Gefühl, einfach etwas Sinnvolles leisten zu können. Nach der Begrüssung gehen wir in einen grösseren Raum. Eine Patientin bereitet immer liebevoll eine Decke und einen Napf Wasser für Hiru vor. Ich staune immer, wie Hiru direkt zu Napf geht und sich dann auf die Decke legt. Es kommt mir vor, als würde sie sich bedanken! In der Regel sitzen fünf bis sechs Patienten auf einem Canapé, Hiru geht alle begrüssen, lässt sich streicheln, manchmal legt sie sich auch auf das Canapé neben einen Patienten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Hiru merkt, ob ein Patient sich wohl fühlt oder nicht. Sie bleibt zum Beispiel weniger lang, geht nicht so nahe hin oder leckt ihm/ihr gerade die Hände ab. Die Reaktionen von verschiedenen Patienten sind für mich sehr berührend, es kann ein Blickkontakt sein, eine Hand, welche sich streckt oder einfach strahlende Augen. Hiru kann die Menschen nicht heilen, aber sie wirkt wohltuend. Ich denke, sie kann auf einer Ebene mit den Patienten kommunizieren und weiss um ihre Aufgabe. Sie ist einfach ein Goldschatz.

Es ist sehr wichtig, dass Hiru sich wohl fühlt und bei diesen Einsätzen keinen Stress hat. Deshalb dauern unsere Besuche nur etwa 20 bis 30 Minuten. Wir stecken noch in den „Kinderschuhen“ und lernen aus den Erfahrungen. Es ist einfach eine neue Welt für uns, voller positiver und erstaunlicher Überraschungen, voller schöner Erlebnisse.

Autorin: Nicole Juchli-Buttex mit Hiru

Verein Partnerhunde Schweiz, Sekretariat Marianne Huber, Dählenweg 31, 3095 Spiegel
Tel. 031 974 18 20   /   Mob. 079 283 09 48   /   mhuber@sauteur.org   /   www.partnerhunde.ch